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Kleines Begriffs-Lexikon

    Investmentfonds
    In einem Investmentfonds bündelt eine Kapitalanlagegesellschaft die Gelder der Anleger, um sie nach dem Prinzip der Risikomischung in verschiedenen Vermögenswerten (Wertpapieren, Geldmarktinstrumenten, stillen Beteiligungen) anzulegen und fachmännisch zu verwalten. Investmentfonds ist somit die Bezeichnung für die Gesamtheit der von Anlegern eingezahlten Gelder und der hierfür angeschafften Vermögenswerte. Der Vorteil von Investmentfonds besteht in der jederzeitigen Verfügbarkeit des Kapitals.

    Zur Zeit werden in Deutschland über 5000 Investmentfonds angeboten.


    Anlagefonds
    Vermögen, das aufgrund öffentlicher Werbung von Anlegern zum Zweck der gemeinschaftlichen Kapitalanlage aufgebracht und von der Fondsleitung in der Regel nach dem Grundsatz der Risikoverteilung für Rechnung der Anleger verwaltet wird.


    Anlagezielfonds
    Im Gegensatz zu den spezialisierten, als Portfoliobausteine einsetzbaren Fonds, dienen die Anlagezielfonds der standardisierten Vermögensverwaltung. Der Investor hat die Wahl zwischen verschiedenen Anlagezielen mit entsprechenden Risikostufen. Der Ausdruck 'Portfolio Fund' ist gleichwertig.


    Geldmarktfonds
    Investmentfonds, die ihre Gelder vornehmlich in Termingeld, Einlagenzertifikate investieren. Die Preise unterliegen praktisch keinen oder nur sehr geringen Wertschwankungen, da das Sondervermögen primär in Papieren kurzer Laufzeit angelegt wird.
    durchschnittliche Rendite: zur Zeit ca. 3,00 % p.a.
    Empfehlung: Besonders geeignet für kurzfristige Anlage (2 - 12 Monate).



    Rentenfonds
    Fonds bei denen der Anlageschwerpunkt in festverzinslichen Wertpapieren liegt. Die international ausgerichteten Rentenfonds haben die Möglichkeit, in besonderen Marktsituationen die Schwerpunkte zu verlagern. Die enthaltenen Wertpapiere bringen regelmäßige Einkünfte wie eine Rente - daher der Name Rentenfonds.
    durchschnittliche Rendite: TOP TEN in den letzten 12 Monaten 1,4 %
    Empfehlung: Zur Zeit nicht empfehlenswert.


    Aktienfonds
    Fonds, dessen Anlageschwerpunkt in Aktien liegt. Es können sich aber auch aktienähnliche Werte im Fondsvermögen befinden, wie z.B.Wandelschuldverschreibungen, Optionsanleihen und Optionsscheine. Die Anlageschwerpunkte können national, international nach Branchen und nach Ländern ausgerichtet werden.
    durchschnittliche Rendite: in den letzten 12 Monaten 18,9 %
    Empfehlung: Empfehlenswert.


    Dachfonds
    Dachfonds erwerben keine Wertpapiere, sondern Anteile an anderen Fonds. Dabei können Anteile an Aktien- , Renten- Immobilien- und AS Fonds in unterschiedlicher Mischung erworben werden.
    durchschnittliche Rendite: in den letzten 12 Monaten 3,0 %
    Empfehlung: Zur Zeit nicht empfehlenswert.


    Thesaurierungsfonds
    Auch Akkumulierungs- oder Anreicherungsfonds genannt. Sämtliche Erträge werden laufend reinvestiert und vermeiden so bei Ausschüttungen anfallende Spesenbelastungen und Probleme der Wiederanlage. Durch den sogenannten Zinseszinseffekt wird die Wertsteigerung beschleunigt.


    Ausgabepreis
    Der Ausgabepreis der Fondsanteile wird von der Fondsleitung festgesetzt, und zwar aufgrund des Inventarwertes. Zum Inventarwert wird eine Ausgabekommission hinzugeschlagen. Publiziert die Fondsleitung den Inventarwert, muss der Hinweis 'plus Kommissionen' angefügt werden.


    Benchmark
    Eine Benchmark ist ein Vergleichsportefeuille. Um die Performance eines Fonds zu messen, wird dieser mit der Benchmark verglichen. Das Resultat ist die sog. Überschussrendite (Excess return). Diese ist nur dann aussagekräftig, wenn die Benchmark in etwa die gleiche Anlagerichtung hat wie der bestehende Fonds.


    Bonität
    Ruf eines Schuldners oder eines Partners hinsichtlich seiner Zahlungsfähigkeit.


    Cost-Average-Effekt In einem Fondssparplan werden bei gleichen Sparbeträgen bei hohen Kursen nur wenige Anteile gekauft, bei niedrigen Kursen hingegen viele. Daraus ergibt sich ein günstiger Durchschnittskurs.


    Beispiel: 100 € monatliche Sparrate in einem Fondssparplan:
      Preis je Anteil Anteile Monatspreis
    1. Monat 60 1,667 100
    2. Monat 50 2 100
    3. Monat 45 2,222 100
    4. Monat 30 3,333 100
    Durchschnitt 46,25 9,222 400

    Durchschnittspreis der erworbenen Anteile:
    Preisvorteil:

    43,37 pro Anteil
    2,88 pro Anteil



    Derivate
    Finanzkontrakte, deren Preis oder Wert von einem Basiswert abhängt. Basiswerte können Aktien, Obligationen, Devisen, Waren (Commodities), andere derivative Instrumente, Referenzsätze (z.B. Zinsen, Währungen) und Indizes sein. Als Derivate selber kommen Optionen, Futures, Terminkontrakte und Swaps in Betracht.


    Durchschnittliche Restlaufzeit
    Die Laufzeit eines Geldmarktpapiers wie auch einer Obligation wird aufgrund des frühestmöglichen Rückzahlungszeitpunktes ermittelt. Die durchschnittliche Restlaufzeit eines Portefeuilles ergibt sich aus dem Mittel der Laufzeiten der einzelnen Titel vom Bewertungszeitpunkt bis zur Rückzahlung.


    Effekten
    Wertpapiere, nicht verurkundete Wertrechte und gewisse als Wertschriften ausgestaltete Derivate (z.B. Warrants, Zertifikate), die vereinheitlicht und zum massenweise Handel geeignet (fungibel) sind und an einer Börse oder einem dem Publikum offenstehenden Markt gehandelt werden.


    Inventarwert
    Der Inventarwert eines Fondsanteils wird ermittelt aus dem Verkehrswert der Fondsaktiven, vermindert um die Verpflichtungen (und die mutmasslichen Liquidationssteuern beim Immobilienfonds), dividiert durch die Anzahl der ausstehenden Anteile.


    Performance
    Wertsteigerung einer Anlage. Bei Performance-Vergleichen von Fonds ist darauf zu achten, ob im Betrachtungszeitraum Ausschüttungen vorgenommen wurden. Sollten Gelder verteilt worden sein, errechnet sich die Performance aus der Ausschüttung zuzüglich der Kurssteigerung bzw. abzüglich der Kurseinbusse. Siehe auch (Anlage-)Rendite.


    Renditekennzahlen
    Die Kapitalmarkttheorie kennt eine grosse Anzahl verschiedenartiger Definitionen. Hier eine Auswahl der für das Fondsgeschäft wichtigsten: Der Begriff Anlagerendite berücksichtigt Wertänderungen während eines bestimmten Zeitraums und schliesst die Ausschüttung mit ein (siehe auch Angaben unter dem Stichwort 'Performance').
    Die Ausschüttungsrendite (auch Barrendite oder direkte Rendite genannt) stellt das Verhältnis dar zwischen der letzten Ausschüttung und dem aktuellen Ausgabepreis (vermindert um die seit dem Ausschüttungszeitpunkt aufgelaufenen Erträge).
    Die Verfallrendite berücksichtigt zusätzlich zum ordentlichen Zinsertrag auch die Kursdifferenzen der Titel zum Nominalwert aufgrund der durchschnittlichen Restlaufzeit des Wertschriftenportefeuilles.
    Die Netto-Portefeuillerendite stellt das gewichtete Mittel der Verfallrenditen aller im Fonds vertretenen Titel dar und ergibt sich nach Abzug der Kosten der Fondsverwaltung.


    Risiko/Volatilität
    Unter dem Begriff Volatilität versteht man die Schwankungsbreite von einzelnen Anlagen und somit das Risiko eines Fonds. Die Quantifizierung erfolgt häufig mittels statistischer Verfahren, etwa durch Messung der Standardabweichung der Kursveränderungen.


    Zielrendite
    Die Zielrendite entspricht dem durchschnittlich zu erwartenden langfristigen Ertrag und wird aufgrund historischer Zahlen unter Berücksichtigung der Zukunftserwartung errechnet.


    Aktienfonds
    Anlagefonds
    Anlagezielfonds
    Ausgabepreis
    Benchmark
    Bonität
    Cost-Average
    Dachfonds
    Derivate
    Effekten
    Geldmarktfonds
    Inventarwert
    Investmentfond
    Performance
    Renditekennzahlen
    Rentenfonds
    Restlaufzeit
    Risiko/Volatilität
    Thesaurierungsfonds
    Zielrendite






    Diese Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Für weitere Fragen und Informationen stehen wir Ihnen gerne unter info@beamtenkontor.de zur Verfügung.


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